Wir verstehen uns als Dienstleister für das Handwerk. Dazu zählt in erster Linie unsere Software für das Handwerk, allerdings auch unsere zusätzlichen Funktionen wie findMe oder unsere Plattform für Videokonferenzen meet.en.
Unserer Meinung nach gehört es aber auch dazu, Ihnen einen Überblick zu den wirtschaftlichen Entwicklungen im Handwerk zu geben. Dazu zählt das Bauhauptgewerbe insbesondere das Ausbaugewerbe.

Auf dieser Seite fassen wir die wichtigsten Geschäftsentwicklungen zusammen.

Lage 1. Quartal 2020
Sondergutachten 30.03.2020
Lage 1. Halbjahr 2018


1. Quartal 2020:
Umsatzplus von 14,2% im Bauhauptgewerbe

Das erste Quartal 2020 war für das Bauhauptgewerbe (+14,2% ggü. VJ) und für das Ausbaugewerbe (+7,1% ggü. VJ) ein richtig gutes Quartal.

Die Belastungen durch die Corona- Krise waren zu diesem Zeitpunkt schon zu Teilen zu bemerken. Umso erfreulicher ist es, dass sich diese beiden Segmente gegen den Abschwung des Gesamtmarktes behaupten konnten.

Die Corona- Maßnahmen werden voraussichtlich im 2. Quartal stärkere Auswirkungen zeigen und die Entwicklungen der nächsten Zeit beeinträchtigen. Aus Sicht der Gesamtwirtschaft wird das Handwerk und insbesondere das Bauhandwerk die besseren Zukunftsaussichten vorweisen können. Dazu haben die Wirtschaftsweisen schon vor einigen Wochen ein Sondergutachten veröffentlicht.

Aus unserer Beobachtung ist die Entwicklung der einzelnen Unternehmen sehr unterschiedlich. Je nach Ausrichtung und Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit. Dies deckt sich zudem mit den Presseberichten der letzten Zeit. Auch hier ist zu erkennen, dass die Unternehmen, die sich auf die Veränderungen rasch einstellen können, schneller wieder in den „Alltag“ zurückfinden.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir auf die Vielseitigkeit unserer Handwerker Software hinweisen. Angefangen vom Arbeiten im Home-Office, der digitalen Auftrags- und Mitarbeiterplanung, bis hin zur Beschleunigung der Rechnungserstellung.

Die gesamte Ausarbeitung können Sie auf der Seite des statistischen Bundesamts nachlesen.


30.03.2020: Sondergutachten der Wirtschaftsweisen
Die gesamtwirtschaftliche Lage angesichts der Corona- Pandemie

Heute hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, kurz die Wirtschaftsweisen ihr Sondergutachten wegen der Corona- Pandemie veröffentlicht.

Die wirtschaftliche Entwicklung wird laut des Gutachtens davon abhängig sein, wie lange die Maßnahmen der Quarantäne andauern und wie schnell wir demzufolge zum Normalzustand zurückkehren.

Das Gutachten geht entsprechend der Dauer von 3 Szenarien aus.

Im Basisszenario sollte sich der Krankheitsverlauf ähnlich dem verhalten, wie wir ihn derzeit in China sehen. Demzufolge wird sich die wirtschaftliche Lage den Sommer hinweg normalisieren. Für das 2020 hätten wir mit den Folgen eines Rückgangs von 2,8% des BIP zu kämpfen. Im Folgejahr käme es zu Erholungseffekten und einem Wachstum von 3,7%. Das Basisszenario wird der Form nach auch als V- Szenario bezeichnet.

Das Risikoszenario oder auch ausgeprägtes V- Szenario genannt, geht von länger andauernden Maßnahmen aus, welche mit großflächigen Produktionsstillegungen einhergehen. Nach einem deutlich stärkeren Rückgang der Wirtschaftsleistung im 2.Quartal von bis zu 10%, ergibt sich daher auf Jahressicht ein Rückgang von 5,4%. Im Jahr 2021 wird mit einem stärkeren Erholungseffekt gerechnet. Dieser sollte zu einem Wachstum von 4,9% führen.

Das zweite Risikoszenario wird als langes U- Szenario bezeichnet. Sollten die Eindämmungen den Sommer über hinweg andauern, würde dies zu einem Rückgang von 4,5% im Jahr 2020 führen. Die Belebung der Wirtschaft im Jahr 2021 würde nur mit 1,0% ausfallen.

Die Entwicklung bezogen auf die einzelnen Branchen fallen auch dieses Mal unterschiedlich stark aus.

Auf das Bauhauptgewerbe wird auf Seite 67, Absatz 106 näher eingegangen. Hier würde es anders als bei den anderen Branchen, auch weiterhin zu einem Wachstum kommen. In der Grafik auf Seite 103 ist ein Anstieg von 2,7% für 2020 und von 2,2% für 2021 dargestellt.
Die positive Entwicklung ist auf die starke Nachfrage des Binnenmarktes zurückzuführen. Nicht zuletzt begünstigt durch die weiterhin anhaltenden niedrigen Zinsen für Finanzierungen.

Natürlich kann die Aussage zur Entwicklung einer Branche sich von der eines Unternehmen abweichen. Es ist jedoch beruhigend zu wissen, dass man sich selbst in einem stabilen Umfeld befindet.


1. Halbjahr 2018: Wirtschaftliche Lage

In den letzten Jahren ging es mit der Geschäftsentwicklung im Handwerk bergauf. Das Jahr 2017 war das Beste seit Mitte den 90’ger Jahren. Der Umsatz des Bauhauptgewerbes stieg 2017 um 6%. Im 1. Halbjahr 2018 ging es nochmals um 4,9% nach oben (Statistisches Bundesamt). Die Auftragsbücher waren so gut wie seit 20 Jahren nicht mehr gefüllt. Die Stimmung war selbst beim letzten Boom in den 90’gern nicht so gut wie heute.

Diese Entwicklung sollte sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Ausschlaggebend hierfür sind die Stichworte energetische Sanierung, Verschönerungen (z. B. Badezimmer), Smart- Home oder Einbruchsschutz.

Der Bereich energetische Sanierung reicht von der Dämmung über die Erneuerung der Heizung bis hin zur Verglasung. Wer möchte, kann sich als Energieberater positionieren und seine Kunden individuelle Einsparungsmöglichkeiten aufzeigen. Diese werden oft durch staatliche Subventionen oder Darlehen gefördert.

Von den 21 Millionen Heizanlagen im Bundesgebiet, sind nach einer Studie 21% vor 1990 gebaut.

Verschönerungen wie ein Wintergarten, ein neues Badezimmer oder ein altersgerechter Umbau stehen weiterhin hoch im Kurs.

Nach einer Forsa- Umfrage von 2017 wünschen sich viele ein „gesundheitsförderndes“ Bad, insbesondere ältere Menschen.

Smart- Home ein Begriff der seit kurzem Einzug gehalten hat und immer mehr an Bedeutung gewinnt. Bisher nutzen nur 11,7% aller deutschen Haushalte eine Smart- Home- Lösung (Statista Digital Market Outlook). In den kommenden Jahren soll dieser Markt auf 4,3 Milliarden Euro anwachsen (Arthur D. Little/Eco: Der deutsche Smart- Home- Markt 2017 – 2022).

Der Bau des eigenen Wohnraums zählt nach Abraham Maslow zu einem der Grundbedürfnisse. Der US Psychologe hat 1943 bereits darüber geschrieben, was den Menschen am wichtigsten ist. Die Homöostase, die Errichtung einer Hütte oder der Schutz vor der Witterung zählen zu den Grund- und Existenzbedürfnissen. An zweiter Stelle kommt der Wunsch nach persönlichem Schutz.

Wie war Ihre Geschäftsentwicklung?

Nach Auskunft der Creditreform konnte die EBIT- Marge des gesamten Baugewerbes auf 10,4% (2016) gesteigert werden. Je nach Gewerk gibt es natürlich Abweichungen bei der Entwicklung.
Die steigenden Personalkosten hatten in den letzten Jahren Einfluss auf die Marge. Umso wichtiger ist es, Ihre Mitarbeiter effizient einzusetzen und administrativ zu entlasten.

Dank der steigenden Unternehmensgewinne konnte sich die Eigenkapitalquote in den letzten 5 Jahren fast verdoppeln. Im Jahr 2016 hat sie 27,6% laut Creditreform betragen. Die Insolvenzrate ist im Gegenzug deutlich zurückgegangen.

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