Wer mit dem Begriff Ransomware oder auch Erpressersoftware genannt, nicht gleich etwas anfangen kann, hat schon einmal Glück.

Wobei handelt es sich hierbei?

Sie erhalten eine E- Mail mit einem Dateianhang. Beim Öffnen des Anhangs installiert sich dann die Schadsoftware. Eine weitere Möglichkeit, dass Sie über einen Link auf eine Internetseite gelotst werden, von dieser aus wird dann die Schadsoftware installiert. Die Auswirkungen zeigen sich eventuell nicht sofort. Manche dieser Programme warten auf einen späteren Zeitpunkt. Sobald die Software aber aktiv wird, sorgt sie dafür, dass Sie nicht mehr an Ihre Daten oder Dateien kommen. Dafür wird Ihnen ein Bild angezeigt welches die Erpressung beschreibt, inkl. der Lösegeldforderung für die Freigabe Ihres Rechners. Stellen Sie sich dies so ähnlich wie in  einem Krimi vor.

Die Geldübergabe erfolgt natürlich digital, z.B. über Bitcoin oder Bezahlsysteme die an Tankstellen oder im Supermarkt erhältlich sind. Hierbei handelt es sich um eine Art Gutscheincode, welchen der Erpresser einlösen kann.

Welche Möglichkeiten gibt es, wenn man davon betroffen ist?

  • Wenden Sie sich umgehend an Ihren Systemadministrator und Ihren IT- Dienstleister.
  • Versuchen Sie falls noch möglich die betroffenen Geräte von Ihrem Netzwerk zu trennen. Mit etwas Glück wurde der Virus noch nicht auf andere Computer, Maschinen und Geräte übertragen.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Ob Sie bezahlen sollten, um Ihren Daten und die Geräte wieder frei zu bekommen?

Sollte der Erpresser Ihre Geräte tatsächlich wieder frei geben, ist dies leider keine Sicherheit für die Zukunft. Oft versteckt sich das Schadprogramm im System und kann zu einem späteren Zeitpunkt nachmals aktiviert werden. So werden Sie erneut erpresst.

In den letzten beiden Jahren kommt es immer häufiger zu solchen Attacken!

Die angerichteten Schäden sind immens! Laut der Studie „State of the Channel Ransomware Report”, erstellt durch den US IT- Sicherheitsanbieters Datto beträgt die durchschnittliche Schadenshöhe 121.500 Euro.

Für 2/3 kommt es bei einer solchen Attacke zu Unterbrechungen in der Produktivität. Bei knapp der Hälfte der Unternehmen kommt es gar zu geschäftsbedrohenden Ausfallzeiten!

Wie können Sie sich vor Ransomware schützen und wie können Sie vorsorgen?

An dieser Stelle zu erwähnen, dass Sie beim Öffnen von Dateianhängen oder der Benutzung von Links vorsichtig sein sollten, erspare ich Ihnen. Wichtiger ist es, dass Ihre Software auf dem aktuellen Stand ist. Softwareupdates regelmäßig durchgeführt werden sowie Ihr Betriebssystem auf dem Laufenden ist. Oft ist das leichter gesagt als getan, wenn wir über Fertigungsmaschinen sprechen. Verwenden Sie ein umfängliches Anti- Virus- Programm, evtl. ist diesem die Schadsoftware schon bekannt.
Sichern Sie Ihre Datenbestände regelmäßig, am besten täglich auf einer externen Festplatte und halten Sie nicht nur die letzten paar Tage bei der Speicherung vor. Sprechen Sie mit Ihrem IT- Dienstleister und lassen sich im Vorfeld beraten. Vorsorge zu treffen ist besser als den Schaden zu beheben.

Bei dieser Gelegenheit überdenken Sie den Datenumzug in ein Rechenzentrum. Bei einem guten Cloud- Anbieter sind Ihre Daten besser vor fremden Zugriffen geschützt als auf Ihrem Server. Zudem können dort Sicherungskopien einfach an unterschiedlichen Orten hinterlegt werden.

Wir beraten Sie auch hierbei sehr gerne und erstellen gemeinsam mit Ihnen eine mehrstufige Analyse Ihrer Systeme. Danach ist es Ihnen möglich, eine fundierte Entscheidung mit allen pro und contra für den Datenumzug in die Cloud zu treffen.

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